

Oje Herr Igel, wie tuts weh,
wenn ich solch krumme Beine seh.
Arroganz, Herr Hase, fällt Euch ein.
Am Ende könnt ich schneller sein.
Würd gern mit Euch mich duellieren.
Denn soviel Hochmut muß verlieren.
Mein Bauch schmerzt mir schon jetzt vor Lachen.
Für soviel Spass werd ich’s wohl machen.
Nun zeigt mir schon mal Ziel und Weg
Weil ich mich bald dort schlafen leg.
Denn bis zum Ziel, so schwant es mir,
Der Igel braucht den Tag dafür.
Fühl mich so schwach und bleib fast liegen
Den Hasen kann man nicht besiegen.
Er ist so schön, so groß und stark.
Die Angst in mir ist wirklich arg.
O ja, fällt nun mir doch was ein´.
Nur meine liebe Frau kanns sein.
Ich werd sie dort am Ziel platzieren
Und diesen Hasen irritieren.
So oft der Has’ kommt, merk’s dir ja,
sagst Du nur einfach „Bin schon da“
Was mag der Igel sich wohl denken,
sollt diesen Sieg doch gleich mir schenken.
Denn meine starken Beine, seht
So schnell, das keiner widersteht.
Ich bin nicht Erster? Kann das gehen!?
Hab Ihn noch nicht mal laufen sehen
„Bin schon da“
Auch wenn die Beine fast schon hinken,
lass meinen Mut noch lang nicht sinken.
Noch ein Versuch, muß es jetzt zwingen,
Mit letzter Kraft wird es gelingen.
Was nun? Er ist wohl eingeschlafen
Ach deck ihn zu, den armen Braven.
Im langen Traum er vielleicht spürt,
daß Eitelkeit zum Glück nicht führt.
Bist du allein, reicht keine Kraft.
Die Liebe hat stets größ’re Macht.
© german 02/06


aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite