temperamente - phlegmaticus
temperamente - cholericus



Madlen

Melancholie trifft wie ein lautloses Schwert,
die Seele, die einsam sich selber verzehrt.

Melancholie ist Teil uns'rer Natur.
Wer diese nicht mag, verneint sich doch nur.

Melancholie zeugt still ihren Hort.
Enttäuschte Hoffnung schont sich gern dort.

Melancholie lebt Verletzung oft nur,
durch Liebe, die sich zu selten erfuhr.

Melancholie eröffnet Raum und auch Zeit,
für manch zu lang verdrängtes Leid.

Melancholie zehrt gern auch vom Geist,
der selber sich liebt und Ego heißt.

Als traurige Schwester leise sie spricht,
zu Willen, Mut und der Zuversicht.

Danach lebt Sie jener Schwere Bann,
die keiner der Drei je erreichen kann.

Entsagt jeder Hoffnung, entrückt aller Zeit
wächst Kraft noch verborgen in Einsamkeit

Erst sanftes Geschick darf neu verführen.
Nur Melancholie kann wahrhaft inspirieren.

Im Glück bald vereint, zu viert voller Macht
Neu wird Sie geboren, die Leidenschaft.

Fast plötzlich scheint Leben von Freude besessen,
vergangenes Leid auf ewig vergessen

Wer Freud ohne Leid sucht, weiß noch nicht Bescheid.
Das Gleichgewicht eint sie, seit all unsrer Zeit.

German 04/06

 

 

 

aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite