sangoinicus

 


Freiheit

Sie wird uns gepredigt, mit Hymnen beschworen
schon fast als Diktat nervt Sie in unsere Ohren

Gesetze, Klischees und möglichst viel Geld
Betrügen die Freiheit mit Zwang dieser Welt.

Illusion, über Schein eignes Sein zu erwerben
Fern innerem Glück jenes Fremder zu sterben

Statt sanft es zu lernen, wird angeschafft
Glanz künstlichen Lichtes verbirgt tiefe Nacht

Kinder, kalt geboren, verhaltensgestört
Autismus nur einsam noch Freiheit erhört

Doch was heißt dann Freiheit? Wie kann es Sie geben?
Ermöglicht Sie uns auch gemeinsam zu leben?

Wenn Zwei sich vergleichen, darf Einer gewinnen
der Zweite muss seiner Enttäuschung entrinnen

Wenn zwei sich vermählen, dann kann es geschehen
das Illusion stirbt nur um Liebe zu sehen

Wenn zwei nicht mehr reichen, gern Kinder lachen
für Schicksal der Chance es besser zu machen

Nur Dank Ihrer kann es einst schöner werden
Gesichter der Reinheit für Zukunft auf Erden

Brauchen uns’re Kraft, Tochter wie auch Sohn
Sorgen und Stolz als verzweifelter Lohn

Wenn Kinder dann wagen sich mutig zu wehren
erwachen natürliche, ewige Lehren

Weibliche Geduld samt männlicher Stärke
so bleibt tiefe Schönheit der Zukunft am Werke

Millionen an Jahren längst wissen zu zeigen
Nicht alles muß stets nur beim Alten bleiben

Dank all solcher Einsicht fällt lächelnd mir ein
Freiheit kann auch Lust zum Verlieren sein.

German 08/09

 

 

 

 

 

 

 

 




 

aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite