sangoinicus

 


Freiheit

Sie wird uns gepredigt, mit Hymnen beschworen
schon fast als Diktat nervt Sie in unsere Ohren

Gesetze, Klischees und möglichst viel Geld
Betrügen die Freiheit mit Zwang dieser Welt.

Illusion, über Schein eignes Sein zu erwerben
Fern innerem Glück jenes Fremder zu sterben

Statt sanft es zu lernen, wird angeschafft
Glanz künstlichen Lichtes verbirgt tiefe Nacht

Kinder, kalt geboren, verhaltensgestört
Autismus nur einsam noch Freiheit erhört

Doch was heißt dann Freiheit? Wie kann es Sie geben?
Ermöglicht Sie uns auch gemeinsam zu leben?

Wenn Zwei sich vergleichen, darf Einer gewinnen
der Zweite muss nur der Enttäuschung entrinnen

Wenn zwei sich vermählen, dann wird es geschehen
das Liebe nur stirbt um ganz neu zu entstehen

Wenn zwei nicht mehr reichten, längst Kinder lachen
Hat Schicksal die Chance es besser zu machen

Nur Dank Ihrer kann es einst schöner werden
Gesichter der Reinheit für Zukunft auf Erden

Brauchen uns’re Kraft, Tochter und auch Sohn
Sorgen und Stolz als verzweifelter Lohn

Wenn Kinder dann wagen sich mutig zu wehren
erwachen natürliche, ewige Lehren

Weibliche Geduld und auch männliche Stärke
so bleibt auch die Schönheit der Zukunft am Werke

Dank all solcher Einsicht fällt lächelnd mir ein
Freiheit kann auch Mut zum Verlieren sein.

German 08/09

 

 

 

 

 

 

 

 




 

© Norbert German Howainski 2005-2008 | Sponsored and Powered by AAC | aktualisiert am 14.12.2008
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