sangoinicus

 


Einsamkeit

So lang schon am Leben und noch nicht bereit
wehrt Hoffnung fast müde der Einsamkeit

Als Zwillinge mit uns dereinst geboren
gibt keine von beiden sich jemals verloren

Wächst Hoffnung erneut, flieht einsame Nacht
glaubt wieder der Zukunft, die Freude stets lacht

Auch Glaube verwirrt gern Weg menschlichen Lebens
zu schnell oft schien jegliche Hoffnung vergebens

Im Sieg fast schon träge der Einsamkeit Meer
treibt Seelen zu Scharen wie Trümmer umher

Immer neu jedoch wächst diese Welle am Strand
schlägt irgendwann jeden Felsen zu Sand

Hoffnung, jene Krone dank Gischt aus der Tiefe
wie ob dunkle Leere nach Schönheit riefe

Vereint so gespalten, zu zweit doch allein
will Einsamkeit nie ohne Hoffnung sein

© German 12/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

aktualisiert am 16.08.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite