sangoinicus

 


Einsamkeit

So lang schon am Leben und noch nicht bereit
Wehrt Hoffnung fast müde der Einsamkeit

Als Zwillinge mit uns dereinst geboren
Gibt keine von beiden sich jemals verloren

Wächst Hoffnung erneut, flieht einsame Nacht
Glaubt wieder der Zukunft, die Freude nur lacht

Auch Glaube verwirrt gern Weg menschlichen Lebens
Zu schnell oft schien jegliche Hoffnung vergebens

Im Sieg fast schon träge der Einsamkeit Meer
Treibt Seelen zu Scharen wie Trümmer umher

Doch immer neu wächst diese Welle am Strand
Schlägt irgendwann jeden Felsen zu Sand

Hoffnung nur die Krone mit Gischt aus der Tiefe
Wie ob dunkle Leere nach Schönheit riefe

Vereint so gespalten, zu zweit doch allein
kann Hoffnung niemals ohne Einsamkeit sein

© German 12/08

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

© Norbert German Howainski 2005-2008 | Sponsored and Powered by AAC | aktualisiert am 14.12.2008
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