
Denn immer der, dessen Geist nicht betäubt
sich all dieser Lüge des Gleichmutes sträubt
spürt ständig Gefahr, letztlich zu verlieren
Enttäuscht, so einsam im Nichts zu erfrieren
Fast unmöglich, immer ehrlich zu bleiben
und soviel Geliebtes weit von sich zu treiben
Weil Leben geprägt von erlernten Zwängen
hofft Ehrlichkeit stets in die Enge zu drängen
Ehrlichkeit wurde mit uns geboren
hat atemlos, auch bequem sich verloren
Jahrzehntelang dann ein Schuldgefühl wächst
unser Mienenspiel unwillkürlich verhext.
lethargisch, verzehrt, oft wütend sogar
wehrt Zwist vor sich selber für niemals wahr
In Falten bald tief schon lang vor ihrer Zeit
trauert verloren die Ehrlichkeit
German 10/08
aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite