
Dem Kleinstkind wurde sie schon bekannt
empfand ihre Nähe recht bald als verwandt
Zwischen Mutter und Vater die unsichtbar Dritte
erfüllte mit Inbrunst solch Leere der Mitte
Geborene Sinne, verloren am Hohn
Macht schenkt jedem Leben so bitteren Lohn
Doch was stets geboren, natürlich und rein
will regelgerecht erst beseitigt sein
Macht aller Prägung genießt Ihren Sieg
Nur inneres Ich erklärt leise den Krieg
Den leisen Tönen darf es nicht gelingen
So manchen sogar zum Autisten zwingen
Schon bald wird gestohlen, die Mutter belogen
und werdende Jugend um’s Glück betrogen
Jugend bleibt mächtig, glaubt nie sich verloren
so ahnungslos doch schon der Leere verschworen
Also wenn schon, dann richtig. Denn offenbar
funktioniert dieser Unfug echt wunderbar
Auch Faust auf der Straße zum Sieger macht
Depression dazu scheinbar verwundert lacht
Selbst Prügel als Strafe erlebt nun Kontakt
Zumindest etwas, was sonst man nicht hat
Dann kann es passieren, das Ende der Leere
Geliebte Frau schenkt Kinder und Ehre
Stolz auch bald Erfolg zum Beruf hinlenkt
Dem Dasein fast eitle Zuversicht schenkt
Jahrzehnte vergehen. Hoffnung wächst heran
Besiegt scheint längst einstiger Trauer Bann
Wie aus ihrem Nichts, schlägt Sie böse zurück
verfolgte ein Leben lang schweigend das Glück
Zu spät neu begriffen, manch Hoffnung missbraucht
Am Ende den Liebsten Enttäuschung verkauft
Will nicht mehr gewinnen, der Glaube an Glück
holt mit jedem Urknall nur Gleiches zurück.
So hofft Kinderzeit, trotz Zeilen als Lohn
auf düsteren Atem der Depression
German 01/09
© Norbert German Howainski 2005-2008 | Sponsored and Powered by AAC | aktualisiert am
14.12.2008
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