sangoinicus

Abhanden

Wer Gott niemals spürte, will Krieger bald werden
nur Dank seiner Wut oft den Teufel verehren

Auch Stärke kann schwach sein, seit aller Zeit
Selbst umgekehrt klingt dies nicht ungescheit

Denn Deine Familie musste so bangen
Längst Ängste der Trennung zu Ihr drangen

Nach zwanzig Jahren erst durft’ es gelingen
ein wilder Kampf mit sich selbst Ihn bezwingen

Dann plötzlich wie aus dem Nichts geboren
Ein Kuss mit dem Herzen ganz neu verschworen

In Sehnsucht so lange und leidend verschwiegen
konnte Gott endlich wieder den Teufel besiegen

Wenn Sie nun nachts schlafend neben Dir liegt
Ihr sanfter Atem die Stille besiegt

Wenn morgens Ihr zartes Gesicht zu Dir nickt
den Gruß wahrer Hoffnung dank Augen schickt

Wenn Sie dann fast ängstlich sogar zu Dir lacht
wie Sonnenlicht über den Wolken erwacht

Wenn Dein Herz voller Dankbarkeit Liebe spürt
wurde Teufel endlich in sein Abseits geführt

Nun ja, Er wird sicher nicht ewig dort bleiben
Dein Leben kennt längst seiner Diener Treiben

Irgend etwas fällt Denen bald wieder ein
Doch verspreche der Liebe, sehr wachsam zu sein

Selbst der Tod zeigte stolz seine schwarze Liste
kalte Not voller Schweiß nächtelang Deiner küsste

Erst das Schicksal kann Glauben wahrhaftig machen
Schon muss Teufel mit Gott um die Wette lachen

Wer nun dies alles las, hat vielleicht verstanden
Der Teufel, stets in uns, kommt niemals abhanden.

German 05/09

 

 

 

 

aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite