phlegmaticus

sangoinicus

Temperamente

Mit nicht einmal zehn Jahren erfuhr Armin schon etwas zu den bekannten vier Temperament-Typen. Seine überaus engagierte Mutter vergaß auch nicht, den Sanguiniker als das Maß der Dinge zu geiseln. Ein Anspruch mit dem Armin zeitlebens und unwillkürlich nicht klar kam. Erst mit deutlich über 40 Jahren half ihm eine locker aufgemachte WebSite zur Mäßigung zurück. Dank temperamentenlehre.de (leider mittlerweile aufgegeben) wurden seine zementierten Klischees förmlich hinweggefegt. Plötzlich war dieser Melancholiker nämlich kein Versager mehr.

Sogar der Choleriker kam gut weg. Auch Phlegmatismus erfuhr endlich seine außerordentliche Wertschöpfung. All dies passte optimal zu vielen wesentlichen Lebenserfahrungen Armins. Ob zwischenmenschliche Ergänzung, Energieaustausch schlechthin oder auch der Frust als ganz normaler Reibungsverlust, die Dinge stellten sich zunehmend natürlicher dar.

Der auf zuvor genannter Site bereitgestellte Test stellte zudem Armins Selbsteinschätzung komplett auf den Kopf. Genau die anderen zwei Temperamente dominierten. Auch der Sekundärtest eines Freundes (in zweiter Person) brachte vergleichbare Ergebnisse.

Armin freute sich als etwa 14-jähriger Junge jedesmal auf die populärwissenschaftliche Wochenendbeilage der SED-Zeitung „Neues Deutschland“. Eine dieser Beilagen enthielt historisch und faszinierend wirkende Karrikaturen zu diesen vier Temperamenten. Über dreißig Jahre später fand Armin diesen „flotten Vierer“ nach einiger Suche im allgegenwärtigen Web wieder.

Nun erfuhr er auch etwas über den Autor dieser gelungenen Zeichnungen. Der philosophisch geprägte Schweizer Johann Caspar Lavater präzisierte Zusammenhänge zwischen Mentalität und Physiognomie. Nun wurde auch klarer, weshalb Armin diese Zeichnungen schon in seiner frühen Jugend beeindruckten.

Mit Adobe Illustrator verpasste er nun dem Sanguinicus ein noch überzeugenderes Lächeln. Einem gewissen Charme will man sich ja gar nicht verwehren. Unsere "vier Musketiere" agieren auf dieser WebSite als würdige Platzhalter. Passendere Grafiken zu den jeweiligen Themen werden eine Frage der Zeit sein.

Armin nennt die überarbeitete Grafik einfach "Energiefluss". Zu beachten wäre vielleicht, wie sich die Nase des "S" fast harmonisch unter das Jochbein des "M" bettet. Der Haken des "C" dominiert sich förmlich auf die "Bühne" des "P"

war interessant? na, um so besser! 04/07 german

 

 

aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite