


Könnte mir vorstellen, dass ein Polizist die Bezeichnung „Bulle“ als persönliche und amtliche Beleidigung auffasst. Vielleicht schockiert es, dass ich für mich (in Gedanken) auch das Wort „Bulle“ verwende. Zunächst mal ist es einfach kürzer, simpler auszusprechen und auch besser zu denken. Weshalb letztgenanntes?
Die Bezeichnung „Bulle“ erfuhr ich vor mindestens 40 Jahren im Westfernsehen bei irgendeiner typischen AMI-Serie. Wanst an den Tresen, Hände hinter und dann das übliche „Scheiß Bulle!“ des Gepeinigten. Immerhin war der so Bezeichnete ja der „Gute“ in diesem Film. Somit war das Wort „Bulle“ schon mal positiv vorbelastet.
Aber das Wort „Bulle“ bietet noch mehr. Darüber hatte ich schon vor einigen Jahren nachgedacht. Als Bullen werden in der Tierwelt generell die männlichen Tiere kraftbetonter Arten bezeichnet. Schnell verbindet man das Wort Bulle auch mit rinderartigen Tieren.
Interessant ist auch, dass ausschließlich männliche Pflanzenfresser sich das Wort „Bulle“ verdienen. Diese Wesen leben also, ohne das Leben anderer Wesen zu vernichten. Der Stier dürfte als einziger Pflanzenfresser ebenbürtig neben Löwe, Adler oder Tiger agieren. Was Sympathie - und Stolzfaktor angeht, ist er ganz oben mit dabei. Vor ausgewachsenen Kaffernbüffeln weichen sogar ganze Löwenrudel zurück.
Generell kann man also konstatieren, dass einem „Bullen“ ruhige Ausgeglichenheit, Friedfertigkeit aber auch ungewöhnliche Kraft und die Fähigkeit zu beschützend, aggressiver Verteidigung nachgesagt werden. Wenn das kein Kompliment ist?! Übrigens sehe ich „Sch…bulle“ als Eingeständnis optimaler Unterlegenheit an.
Eine Vielzahl persönlicher und fast immer positiver Erlebnisse mit Polizisten spiegelt sich übrigens im Taschenmesser wieder.
Das Böse Dich gar schwer verzagt,
sich bald an deine Nächsten wagt.
Irgendwann kriegt ES Sie klein.
Du wirst schon sehen. Wart mal fein.
Gleichmut werden Sie Dir schenken,
und Deine Kräfte abseits lenken.
Fühlst, wie ES Sie von Dir selbst wegführt,
und hämisch Deine Wut erspürt.
Zweifel und Unmut sind am Werben.
Güte und Tugend langsam sterben.
In Einsamkeit die Kraft entschwindet.
Der Seele Wurzel sich noch windet.
Ich will jetzt nicht mehr einsam sein
Schwör mich auf meinen Sohn nun ein.
Den Frauen will ich nicht mehr trauen,
stets mir den Weg zur Kraft verbauen.
Mein lieber Gott lass was geschehen?
Ich würd mich danach wieder drehen!
Mein lieber Sohn, nun ist’s passiert.
Hab leider kurz den Dienst quittiert!?
Ich weiß, nun wird es doppelt schwer.
Erst wenn vollbracht, wird es auch mehr.
Für den großen Polizisten, der in dieser (für uns) schlimmen Sylvesternacht die Anzeige gegen mich aufnehmen musste. Es gehört schon ne Menge dazu, bei diesem Job so fair zu bleiben. Vielen Dank!
Habe einfach alles so gelassen, wie ich es zur damaligen Zeit spontan aufgeschrieben hatte.
"Faustschlag" wurde noch nachgebaut. Dies alles gehört aber trotzdem zusammen.
spätere Resonanz findet sich mit "Übermut"
© 01/06 german
aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite