phlegmaticus


sangoinicus

Aura

so unsichtbar mächtig, verkannt dominant
zu wenigen fast schon als Seele bekannt

Kibo

Johannes Rebmann unternahm im Rahmen seiner Missionars-Tätigkeit viele umfangreiche Reisen in das Innere des afrikanischen Kontinents. Auf einer dieser Reisen (1848) sah er als erster Europäer den höchsten Berg Afrikas, den Kibo ("Der Helle"), dessen Gipfel mit Schnee bedeckt war. Kibo ist im übrigen "nur" der mittlere Gipfel des Gebirgsmassives "Kilima-Ndjaro" (Kilimandscharo), welches aus Kisuaheli übersetzt "Gross-Weiss-Kalt" bedeutet. Rebmanns Entdeckung brachte selbigem in Europa zunächst nur Hohn und Spott ein.

Niemand akzeptierte Schnee in der Nähe des Äquators. Ganze Konferenzen hochdekorierter "Wissenschaftler" amüsierten sich zynisch über die Berichte des Nobodys Rebmann. "Rebmann hat Malaria, Er muß krank sein". So oder ähnlich lauteten übliche Credos aus der bornierten Phalanx des intellektuellen Establishment (Turm).

Die überwiegend manipulativ mißbrauchten Fähigkeiten des Bewußtseins haben ganzheitliche Auswirkung auf den Menschen. Sowohl die Aura als auch viele höher entwickelte Sinne werden meist schon im frühesten Kindesalter nicht mehr gepflegt und blockieren irgendwann sogar in sich selbst. Daraus durchaus psychosomatisch bedingte Krankheiten wirken sich bis in den physischen Zustand des deformierten Daseins aus.

Vordergründige und trotzdem recht zuverlässige Wahrnehmungsquelle für den individuellen Gesamtzustand eines Menschen bleibt übrigens nach wie vor dessen Gesicht. Das Thema "Kibo" realisiert letztendlich nur ein kleines Beispiel für typische Verhaltensszenarien zunehmend erstarrter Gesellschaftskonstrukte. "Aura" würde zunächst ebenso bei allen zeitgemäßen Know-how-Mafias Ablehnung produzieren. "Und Sie dreht sich doch" müsste Galileo Galilei dann wieder ganz heimlich behaupten. Nun jedoch zur eigentlichen Entwicklung des Basisthemas.

Wer anderer Auren nicht mehr spürt
Sie zu gern ad absurdum führt

Amöben

Eigentlich ist eine riesige, sich über die Kinoleinwand schlängelnde Anakonda Armins früheste Erinnerung an eindrucksvolle Tiere. Auch Armins Sohn Siegfried ist natürlich schnell für Riesenhaie, Kodiakbären oder Tiefseekalmare zu begeistern. Aus Armins früher Zeit, er ist vielleicht sechs Jahre alt, stammt jedoch eine durchaus vergleichbar faszinierende Filmerinnerung. Der Fernsehmann beschreibt dazu, recht verständlich, winzig kleine Wesen, die nur aus einer Zelle bestehen. Sie sehen durchsichtig aus und stoßen irgendwie andauernd zusammen, entfernen sich wieder, um kurz danach erneut aneinander zu geraten.

Auf einmal werden aber andere durchsichtige Zappeldinger im Fernseher gezeigt, welche jedoch nicht mehr zusammenstoßen und irgendwie immer eine Art Sicherheitsabstand einhalten. Armin versteht dies nicht so richtig. Schließlich haben die ja keine Augen und noch nicht einmal einen Kopf. Viel später in der Schule werden Amöben und Pantoffeltierchen erwähnt. Armin hat nun endlich einen Namen für diese komischen Kriecher.

Aber erst als Siegfried ihm (vierzig Jahre später) interessante Fotos von Tiefseetieren im Web zeigt, macht es endlich Klick bei Armin. Vater und Sohn finden danach gemeinsam heraus, dass einzellige Amöben in der Tiefsee bis zu fünfundzwanzig Zentimeter lang werden und außerdem sogar Sozialverhalten entwickeln können.

Wenn Menschen irgendwann nicht mehr leben
Amöben, die wird es immer noch geben

Stammbaum

Vielen ach so "bewußten" Menschen unserer kurzfristigen Neuzeit ist eine wesentliche Tatsache ihres Daseins nicht "bewußt". Nach der erfolgreichen Befruchtung einer weiblichen Eizelle durch ein männliches Sperma startet nicht nur eine zunehmend komplex ausartende Zellteilung. Der menschliche Fötus durchlebt quasi im Zeitraffer seine komplette Evolutionsgeschichte. Zu dieser Phase gehört auch die Schwanzbildung (verlängerte Wirbelsäule). Erst relativ spät bildet sich dieser embryonale (Kriechtier)Schwanz wieder zurück.

Subjektiv scheint es sicher fast obszön, sozusagen von einer Amöbe abzustammen. Objektiv tun sich jedoch für die sogenannte Krone der Schöpfung (Mensch) enorme Möglichkeiten auf. Natürlicherweise werden nämlich alle nützlichen Errungenschaften dieser Evolutionslinie weitervererbt. "Linie" bedeutet auch, dass der im Amazonas heimische Zitteraal offensichtlich seine eigene "Linie" verwirklicht hat. Somit stehen dessen spezielle Fähigkeiten der menschlichen Arroganz (sorry ;-) leider nicht zur Verfügung.

Aber zurück zur Sachlichkeit. Das unter "Amöben" beschriebene Distanzverhalten stellt sich also ganz offensichtlich als der ursprünglichste und nach wie vor leistungsfähigste Kontaktsinn (Aura) dar. Der Vorteil dieser letztendlich unbewußten Wahrnehmungsebene ergibt sich aus faktischer Lichtgeschwindigkeit. Die bewußte Wahrnehmung ist beschriebenem Urinstinkt also ähnlich unterlegen wie die Festplatte dem Arbeitspeicher im Computer (Zugriffstempo). Das Verarbeitungsgeschwindigkeit nicht unbedingt alles ist, wird wahrscheinlich weiter unten dank "Bewußtsein" beschrieben.

Wer zuviel denkt, hat oft schon verloren
Sieg wird meist intuitiv geboren

Evolution

Energetische Wahrnehmung wird also bereits durch sehr primitive Lebensformen genutzt. Ebenso wie beim vielleicht wenig später entwickelten Geruchssinn (Pheromone) realisiert sich dieses Wahrnehmungsverhalten auch für den "sich selbst bewußten" Menschen nach wie vor über das Unterbewußtsein (Urinstinkt). Die Wahrnehmungsqualität der Aura eines "Gegenüber" wurde jedoch offensichtlich über Jahrmillionen deutlich ausgebaut.

Haie existieren schon seit etwa 300 Millionen Jahren und sind nachgewiesenermaßen in der Lage ihre Beuteopfer über deren elektromagnetische "Aura" wahrzunehmen. Höher entwickelte Lebensformen, zu welchen durchaus auch schon die Dino-Ära gehören dürfte, tauschten über die Aura bereits differenziertere Informationen aus, welche sich bis heute beispielsweise im Dominanzverhalten, bei der Partnerwahl oder auch bei der Bewältigung von Konfliktsituationen wiederspiegeln.

Auch damit war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Fast parallel mit dem Siegeszug des zentralen Nervensystems wurde die Auswertungsqualität der Aura ständig weiterentwickelt. Neben der nach wie vor wichtigen "Austrahlungskraft" können entwickelte Säugetiere und auch die meisten Vögel sogar Grundstimmungen wie Agressivität und Anspannung wahrnehmen oder sogar gegenseitige Zuneigung auszutauschen. Die Esoterik versucht dies beispielsweise mit sogenannten Resonanzschwingungen zu beschreiben.

Die Aura hatte also gelernt, zu interagieren. Weiterhin eigentliches Fundament aller "höherentwickelten" Sinne beinflusst sie auch beim Neuzeitmenschen maßgeblich dessen soziales Kontaktverhalten (siehe auch Energetik) und damit irgendwann auch seinen physischen/optischen Gesamtzustand. Erst das persönlich wahrgenommene Ich (Bewußstein) würde dieses, über hunderte von Millionen Jahren ausgefeilte, zuverlässige Wahrnehmungskonzept, zumindest zunehmend durcheinanderbringen.

Für's Überleben einstmals nur geboren
hat längst den Wahn zum Ziel erkoren

Bewußtsein

Im Titel genannter Newcomer der Sinne sucht nach wie vor seinen richtigen Platz und bringt dabei nicht nur sich selbst öfter durcheinander. So könnte man vielleicht und salopp die jüngst erworbene Bewußtheit des modernen Menschen beschreiben. Letztendlich wurde erst mit dem menschlichen Bewußtsein eine zielgerichtete (Selbst-)Beeinflussung des existierenden Indiviuums möglich.

Das Verwenden von Werkzeugen, Anfertigen von Kleidung und überhaupt geplantes Handeln bleibt ein überaus siegreiches Privileg des Menschen. Siegreich bedeutet unter anderem globale Ausbreitung bis zur Überbevölkerung, Verdrängung und auch regelrechte Vernichtung anderer Lebensformen. Die buchstäbliche Verwüstung halber Erdteile (Sahara) ist beispielsweise auch dem seit Jahrhunderten üblichen "bewußtem" Verkauf von getrocknetem Nutztierkot als Brennmaterial zu verdanken. Bewußte Handlung erweist sich also als zweischneidiges Schwert.

Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden
Aber Sie schießen damit (Gerhard Uhlenbruck)

Wie per Zitat beschrieben, hat Bewußtsein nicht zwangsläufig etwas mit Vernunft zu tun. Doch nicht nur zunehmend negative Auswirkungen auf die globale Natur unseres Planeten sind dem menschlichen Bewußtsein zu verdanken. Auch die menschliche Persönlichkeit selbst leidet meist unter der Dissonanz zwischen "bewußter" Prägung und natürlichen Instinkten.

Die intellektuelle Wahrnehmungsebene "Bewußtsein" hat leider das Tor zur unnatürlichen Manipulation des Daseins weiter aufgestoßen als jemals zuvor. Ob Relegion, Erziehung oder zu materielle Wertvorstellungen schlechthin agieren. Machtmißbrauch bleibt ein zwangsläufiger Nebeneffekt organisierter Massengesellschaften.

Nur wer sich über jene leidige Konsequenz im Klaren wird, ermöglicht sich und seinen Liebsten vielleicht den sinnvollen (Rück-)Weg zum harmonischen Einverständnis von Bewußtsein und Intuition. Die beinahe ebenso leidige Konsequenz resultiert u.a. zu einer gesunden und ziemlich wirksamen Aura sowie deutlich leistungsfähigeren "Sekundärsinnen", welche in einer zunehmend dekadenten Machtgesellschaft schnell auf sehr gefährliche Gegner treffen. Diese haben wiederum das Pech, ihre niederen Absichten (bei aller Routine) nicht mehr verbergen zu können ;-) .

Wenn endlich alle sich vertrauen
fängt einer wieder an zu klauen

reflektiert u. a. mit: Energetik | Kapitäne | 5 Jahre Glöckner, Böse, etc.

...Auch dank der Enrico(s;-) endlich begonnen
Beschrieben heißt jedoch längst nicht gewonnen

german 03/09

aktualisiert am 17.05.2011 als Favorit eintragen | weiter empfehlen | Zurück zur Startseite

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